Gründungsjahr 1617

Alles begann als die „Weißbräugesellschaft“ am 17.03.1617 ein Grundstück in der Oberen Nabburger Gasse erwarb, um darauf das Brauhaus zu errichten, in dem auch heute noch die Biere der Brauerei Winkler gebraut werden. Die Weißbräugesellschaft war wie eine moderne Aktiengesellschaft mit Teilhabern, Vorsitzenden, Aufsichtsrat und Kontrollgremien aufgebaut.

1617

Kurfürst Friedrich V. (besser bekannt als Winterkönig) verlieh am 26. Oktober 1617 persönlich das Braurecht und begründete damit unsere lange Brautradition. Das alleinige Recht auf das Brauen von Weizenbier hatte damals der bayerische Landesherr. Durch Sondersteuern sorgte dieses Monopol für einen Großteil der Einnahmen im bayerischen Staatshaushalt.

17. bis 19. Jahrhundert

Bereits Mitte des 17. Jahrhunderts hatte sich die Weißbräugesellschaft zur größten Braustätte Ambergs entwickelt. Die dort gebrauten Weizenbiere waren auch überregional beliebt: Jede Woche gingen unter anderem zwei „Bierzüge mit mehreren Fässern“ nach Nürnberg und an den Herzog von Württemberg und bald war mehr als die Hälfte der Amberger Hausbesitzer an der Gesellschaft beteiligt. Der wirtschaftliche Erfolg war über mehrere Generationen hinweg riesig - im Rekordjahr 1649 nach dem 30-jährigen Krieg wurde den Gesellschaftern eine heute unvorstellbar hohe Dividende von 113 Prozent gezahlt. Erst als im 18. Jahrhundert wieder zunehmend (untergäriges) Braunbier statt des obergärigen „Weißen“ Bieres getrunken wurde wandelte sich langsam das Bild. Doch auch nach dem Ende des Kommunbraurechts 1807 wurde das Sudhaus noch genossenschaftlich von mehreren Brauereien und Wirten benutzt. Weil mittlerweile jedoch überhaupt kein Weizenbier mehr gebraut wurde erfolgte schließlich die Umbenennung in „Bürgerbräu Amberg“.